Kreativrausch @ Female Creators Week by Projekt Stil

Female Creators Week by Projekt Stil

Jeden Tag stellen wir euch innerhalb unserer Female Creators Week auf unserem Blog Powerfrauen vor, die mutig waren, mal was riskiert haben und mit dem was sie sich aufgebaut haben verdammt glücklich sind. Heute im Interview: Laura und Doro von Kreativrausch.

Kreativrausch @ Female Creators Week by Projekt Stil

Name:Laura Wittig
Alter: 29
Beruf: Geschäftsführende Gesellschafterin, gelernte Kauffrau für Marketingkommunikation
Wohnort: Braunschweig
Lieblingsort: Barfuß, Sand, Strand, Wellen & Meer
Lieblingsessen: simple and classy: Pasta
Lieblingsbuch: ‚Kaito – Die Leichtigkeit des Glücks‘ von Hans Kruppa
Motivationsspruch/dein Motto: make it matter
Deine persönlichen Powerfrauen: Lea-Sophie Cramer, Susann Hoffmann & Nora Wohlert
allen voran aber meine Mama und meine zauberhafte Mitgründerin und #partnerincrime Doro
Dein perfekter Sonntag: pyjamas. all day.

Name:Dorothee Reinhardt
Alter: 29
Beruf: Geschäftsführende Gesellschafterin, gelernte Kauffrau für Marketingkommunikation
Wohnort: Braunschweig
Lieblingsort: Schaukeln
Lieblingsessen: Schokolade in allen Variationen
Lieblingsbuch: Ein ganzes, halbes Jahr
Motivationsspruch/dein Motto: Never let the fear of striking out keep you from playing the game Deine persönlichen Powerfrauen: Susann Hoffmann, Bonnie Strange, Selena Gomez, meine Mutti und Laura als meine ewig bessere Hälfte
Dein perfekter Sonntag: Kein Wecker, Frühstück im Bett und Zeit für alles worauf ich Lust habe

Kreativrausch @ Female Creators Week by Projekt Stil

Wie kam es zur Gründung eures Unternehmens?

Ich glaube einen genauen Zeitpunkt der Entscheidung kann man gar nicht recht festmachen. Im Grunde war der Wunsch nach etwas Eigenem sowohl bei Laura, als auch bei mir ein schleichender Prozess. Wir waren nach der Ausbildung beide nicht wahnsinnig zufrieden in unseren Anstellungsverhältnissen und haben uns zu oft gefragt, ob man es nicht generell besser machen könnte. Wir haben uns zu oft darüber unterhalten wie anders wir die Dinge nicht angehen würden, wenn wir es selbst entscheiden könnten. Und da wir zu den Menschen gehören die Dinge lieber anpacken, als darüber zu meckern, wie sie aktuell sind, fiel irgendwann die Entscheidung zur Selbstständigkeit. Häufig wird uns dafür Respekt gezollt, dass wir uns schon so früh selbstständig gemacht habenimmerhin wären wir beide ja erst 23 gewesen, als wir die Entscheidung getroffen haben. Aus irgendeinem Grund wird das mit Mut gleichgesetzt, was wir allerdings nie wirklich so empfunden haben. Immerhin hatten wir mit 23 noch alle Freiheiten solche Dinge auszuprobieren. Ohne Familie oder andere Verpflichtungen fiel die Entscheidung nicht wahnsinnig schwer. Sicherlich muss man mutig sein, um sich selbstständig zu machenaber ich denke das sind wir alle, die den Schritt wagen, unabhängig von Alter oder, oder..

Am Ende haben wir uns einfach irgendwann gefragt, was im schlimmsten Fall passieren kann, wenn wir es einfach wagen und was da am Ende auf dem Zettel stand, hat uns zu dem Zeitpunkt glücklicherweise nicht sehr beeindruckt. Viel eher wollten wir uns ebennichtirgendwann fragen„was wäre gewesen wenn?“.

 

Was war euer bisher größtes Erfolgserlebnis?

Phu, das ist schwierig.
Ich finde so viele Dinge toll, die wir in den letzten Jahren erreicht haben. Leider nehmen wir uns viel zu selten Zeit, Dinge auch wirklich mal zu feiern, oder einfach nur stolz auf uns zu sein.
Großartig finde ich immer noch, dass diese Gründung wirklich Früchte trägt, wir innerhalb der Region 
als Agentur angekommen sind und auch nach fünf Jahren immer noch bestehen.
Ein weiteres Erfolgserlebnis für uns ist dieses tolle Team, was wir mittlerweile haben. Dass diese tollen Personen gern mit uns arbeiten möchten ist großartig und jeden Tag eine Bereicherung!

Aber wenn ich noch mal ganz vorn anfangen müsste, ist das größte Erfolgserlebnis von uns beiden wohl, dass wir den Schritt überhaupt gewagt haben. Dass wir so jung sind war nicht das einzige, was uns innerhalb der Gründungsphase regelmäßig zu bedenken gegeben wurde. Auch, dass wir zwei Frauen sind wurde uns leider nicht nur einmal vor Augen geführt. Einige dieser Gespräche haben uns damals ganz schön verunsichert. Am Ende haben wir uns trotzdem nicht von unserem Weg abbringen lassen und die Gründung gewagt. Ohne den Schritt hätten wir heute nichts von dem worauf wir heute stolz sind. Also ist das wohl unser größtes Erfolgserlebniseins für das wir heute immer noch belohnt werden.

Kreativrausch @ Female Creators Week by Projekt Stil

Was sind eure Tipps für mehr Mut bei Entscheidungen?

Innerhalb der Gründungsphase waren Laura und ich bei einem tollen Seminar im Facebook Headquarter in Hamburg. Dort war damals Susann Hoffmann zu Gast und hat über deren Projekt EDITION F gesprochen. Auch sie wurde gefragt wie sie den Mut aufbringen konnten die Gründung durchzuziehen und hat geantwortet „Das kalte Wasser wird nicht wärmer, wenn man wartet“ und ichdenke da ist ne ganze Menge Wahres dran. Ich glaub manchmal lohnt es sich auch einfach zu hüpfen, nicht alles kaputt zu denken und mal drauf los zu laufen. Wir sind irgendwann dazu übergegangen uns wirklich zu fragen was am Ende im schlimmsten Fall passieren kann und ich glaube als Antwort kam bisher nie etwas heraus was uns tatsächlich von Entscheidungen abgehalten hätte. Vor allem mit der Zeit lernt man aber auch, dass man fast immer belohnt wird, wenn man sich dazu motiviert immer mal wieder über sich hinaus zu wachsen. Das was uns am meisten Angst macht sollten wir am Ehesten angehenam Ende steht nahezu immer zumindest ein gutes Gefühl und man hat für die Zukunft eine Angst weniger.

Kreativrausch @ Female Creators Week by Projekt Stil

Habt ihr auch mal Zweifel? Falls ja, was tut ihr dann - habt ihr Tipps?

Ich glaube jeder Jung-Unternehmer, der behauptet er hätte nicht regelmäßig auch Zweifel, ist nicht ganz ehrlich. Natürlich beschäftigen wir uns auch regelmäßig mit Steinen, die uns in den Weg gelegt werden und das sind dann diese Tage an denen man zweifelt. Hier haben Laura und ich aber schon immer einen entscheidenden Vorteil gehabt: Wir hatten immer uns. Die ganze Verantwortung auf 4 statt 2 Schultern zu tragen ist eine ganze Menge wert und macht viele schwere Tage leichter.

Sollte man nicht das Glück haben die schwierigen Momente mit jemandem teilen zu können, ist es glaube ich immer sehr viel Wert sich seine ursprüngliche Vision wieder ins Gedächtnis zu rufen. Die sollte man auch immer mal wieder anfassen/anpassen und sich auch immer mal wieder neue Ziele stecken. Welche für die es sich lohnt auch in schwierigen Zeiten Gas zu geben, weil da am Ende etwas steht wofür man gerne kämpft. Innerhalb der Region gibt es zusätzlich auch ein wirklich tolles Netzwerk an jungen Gründern/jungen Unternehmern, die sich alle großartig gegenseitig unterstützen. Ich glaube manchmal geht ́s einfach nur darum über Problemchen, die uns im Alltag begegnen zu reden, von jemand anderem zu hören, dass ihm das auch schon passiert ist und im besten Fall Lösungsansätze von anderen dafür zu bekommen. Durch muss man durch alle Situationen trotzdem selbst, aber das Gefühl mit Menschen darüber reden zu können die dich tatsächlich verstehen und ähnliches erlebt haben/erleben finde ich manchmal schon toll.

Wie sieht euer Tagesablauf aus?

Laura und ich arbeiten auch im fünften Jahr noch ganz normal jeden Tag mit im Team. Wir kommen wie jeder andere morgens in die Agentur und widmen uns unseren Kundenprojekten. Das ist auch für uns beide wahnsinnig wichtig. Zum Einen um nicht das Gefühl für die Arbeit und auch unsere Kunden zu verlierenzum anderen haben wir den Beruf ja einmal gewählt, weil er uns Spaß macht und darum wollen wir das auch weiterhin so beibehalten.

Dazu kommen einfach nur immer mehr kleine und auch größere Aufgaben, die das Unternehmen als solches betreffen. Alles was rund um unser Team organisiert werden muss managet Laura beispielsweise bei uns und ich wiederum hab mich so spannenden Themen wie der Buchhaltung mit allem Drum und Dran verschrieben.

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