Female Creators Projekt Stil Leevke Struck

Female Creators Week by Projekt Stil

Jeden Tag stellen wir euch innerhalb unserer Female Creators Week auf unserem Blog Powerfrauen vor, die mutig waren, mal was riskiert haben und mit dem was sie sich aufgebaut haben verdammt glücklich sind. Heute im Interview: Leevke von Leevke Struck Fotografie.

Leevke Struck @Female Creators Week by Projekt Stil

 

Name: Leevke Struck
Alter: 27
Beruf: Fotografin
Wohnort: Braunschweig
Lieblingsort: irgendwo am Wasser
Lieblingsessen:fragt mich lieber, was ich nicht mag. Das würde wesentlich kürzer ausfallen
Lieblingsbuch: mein Kalender
Motivationsspruch/dein Motto: „If you can’t stop thinking about it, don’t stop working for it.”
Deine persönlichen Powerfrauen: Judith Williams und Beyoncé
Dein perfekter Sonntag: keine Termine und ToDos, bis 10:00 Uhr schlafen, lange frühstücken, in der Natur unterwegs sein

 

 

"Mein Herz und mein Bauchgefühl haben entschieden, mit der Leidenschaft in die Vollen zu gehen"

Wie kam es zur Gründung? 

Kurzgefasst kam es durch eine Portion Mut, eine Menge Neugierde und eine Prise Risikobereitschaft zur Gründung. Die Fotografie habe ich schon seit der Schule als Hobby und später auch als Nebenberuf ausgeübt. Denn eigentlich gründete ich bereits in der 11. Klasse mein Gewerbe. Zwar als Kleingewerbe, aber es war zu diesem Zeitpunkt schon mein kleiner Job für nebenbei. Nach dem Abitur, einem Bachelor Studium und zwei Jahren Projektmanagement in einer Agentur habe ich mein Kleingewerbe dann zu einem „Großgewerbe“ ausgeweitet, da ich die Doppelbelastung mit zwei Jobs nicht mehr stemmen konnte. Zu diesem Zeitpunkt musste ich mir eingestehen, dass man allein nicht alles schaffen kann, auch wenn man es möchte. Man muss sich fokussieren und somit haben mein Herz und mein Bauchgefühl entschieden, mit der Leidenschaft in die Vollen zu gehen.

Leevke Struck @ Female Creators Week by Projekt Stil

Was war dein bisher größtes Erfolgserlebnis?

Das war definitiv im Frühjahr 2019, als ich beruflich nach New York fliegen durfte. Gut eine Woche konnte ich dort ein großes Event begleiten und die Stadt kennenlernen. Es war schon immer ein Traum von mir, diese Metropole einmal live zu erleben und dank meiner Selbstständigkeit und jahrelanger Arbeit ist dieser Traum in Erfüllung gegangen. Bis heute kann ich es selbst noch gar nicht so richtig glauben, aber wenn ich mir die Bilder angucke, weiß ich, dass es Realität war.

"Man sollte nie den Respekt und Anspruch an sich und seine Arbeit verlieren"

Was sind deine Tipps für mehr Mut bei Entscheidungen?  

Ich denke man darf sich nicht immer fragen, was alles passieren könnte. Die Angst ist das größte Problem, obwohl Ängste nur im Kopf stattfinden. Ob Dinge gut gehen oder nicht kann man nie genau wissen also muss man das Leben einfach passieren lassen. Im Worst-Case-Szenario schlägt man eben einen anderen, neuen Weg ein und obendrein ist man um eine Erfahrung reicher. Diese Einstellung hat mir immer wieder geholfen, nicht aufzugeben und immer mal wieder neue Bereiche zu betreten.

Leevke Struck @ Female Creators Week by Projekt Stil

Leevke Struck @ Female Creators Week by Projekt Stil

Hast du auch mal Zweifel? Falls ja, was tust du dann - hast du Tipps? 

Zweifel zu haben ist menschlich. Würde man keine haben, wäre das glaub ich etwas naiv, da man so niemals genau über gewisse Dinge nachdenkt. Ich z.B. zweifle sehr häufig an mir selbst und an meinen Fähigkeiten. Steht etwas Neues, Großes an, merke ich unterschwellig, dass ich immer Bedenken habe es nicht gut genug zu machen. Diese Zweifel lasse ich dann einen Moment zu, aber schiebe sie dann direkt beiseite. Denn wenn ich eins gelernt habe: negative Gedanken hemmen alles - deine Laune, dein Können und deine Aura. Sobald man sich selbst voll und ganz akzeptiert und sich vor allem auch vertraut, werden die Zweifel ganz schnell ganz klein und unbedeutend. Jedoch sollte man nie den Respekt und Anspruch an sich und an seine Arbeit verlieren, damit die Leistung, die man tagtäglich erbringt, nicht gleichgültig und unbedeutend wird.

 

Wie sieht dein Tagesablauf aus? 

Jeder Tag sieht anders aus. Dadurch, dass mein Job sehr vielfältig ist, lässt sich das nicht so pauschal beschreiben. In erster Linie versuche ich immer meine acht Stunden Schlaf zu bekommen, denn das ist mir super wichtig. Anschließend folgt dann meistens ein 10-Stunden-Tag und so um Mitternacht rum geht’s dann ins Bett. Manchmal gibt es ganze Schreibtisch-Tage, an denen ich viele Fotos nachbearbeite oder auch die Buchhaltung, Mails, Rechnungen und Angebote angehe oder mich auch um meinen Print-Shop kümmere. Und dann gibt es noch die Tage, wo ich viel unterwegs bin und Fototermine habe, die von einer Stunde bis zu neun Stunden andauern können – je nach Kunde und Auftrag. Zusätzlich gibt es dann noch Meetings mit Kunden, um Projekte und Aufträge zu besprechen. Ich lege sehr viel Wert auf persönlichen Kundenkontakt, daher wird es insgesamt gesehen niemals langweilig.
Ergo - dieses „selbst und ständig“ klingt abgedroschen, aber hat auch seine Wahrheit. Das Gute ist, wenn man das Richtige für sich gefunden hat, fühlen sich die vielen Stunden Arbeit nicht wie Arbeit an. Man ist natürlich auch mal müde und ausgelaugt (gerade als Einzelunternehmer), aber dennoch sehr glücklich und zufrieden – und diese Zufriedenheit ist mir in den letzten Jahren unglaublich wichtig geworden.

Leevke Struck @ Female Creators Week by Projekt Stil

 

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